{"id":7008,"date":"2023-09-18T15:29:24","date_gmt":"2023-09-18T14:29:24","guid":{"rendered":"https:\/\/travelrecords.ch\/?page_id=7008"},"modified":"2023-10-15T19:35:15","modified_gmt":"2023-10-15T18:35:15","slug":"portugal-23","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/travelrecords.ch\/?page_id=7008","title":{"rendered":"Portugal &#8217;23"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Figueria &amp; Torrinha <sup>(13.-16.10)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg zu unserem n\u00e4chsten \u00dcbernachtungsort in Figueria besuchten wir eine weitere Bucht, um das Fr\u00fchst\u00fcck zu geniessen, dem &#8222;Praia do Vale dos Homens&#8220;, wieder wundersch\u00f6n, wieder einsam. Bei der Weiterfahrt wollte ich in Carrapateira noch die grosse Sandd\u00fcne bestaunen mit dem vorgelagerten Strand, der offensichtlich ein Surfermekka ist (keine Fotos, Batterie war leer :)). <\/p>\n\n\n\n<p>Bevor wir schliesslich gegen Osten rollten, besuchten wir noch den s\u00fcdwestlichsten Punkt vom europ\u00e4ischen Festland, der weit weniger touristisch war, als der letzte (westlichste) Punkt. Ebenfalls irgendwie faszinierend, doch den Leuchtturm konnten wir uns nicht n\u00e4her anschauen, war leider alles geschlossen. <\/p>\n\n\n\n<p>Den 14.10. verbrachten wir dann praktisch nur in der Garage, da unser Bus ziemlich hustet und schwarze Rauchwolken von sich gibt, was einerseits beunruhigt in Anbetracht der langen Heimreise, die uns bevorsteht, andererseits das schlechte Gewissen in Bezug auf die Umwelt verst\u00e4rkt. Der Mechaniker meinte, es g\u00e4be ein Problem mit der Einspritzpumpe- oder d\u00fcse, er k\u00f6nne es nicht genau sagen und habe aber erst am Mittwoch Zeit f\u00fcr eine Reparatur. Am Am Mittwoch sollten wir uns aber auf halben Weg in die Schweiz, also irgendwo in Spanien oder Frankreich befinden, ansonsten ist der Erholeffekt zuhause dann wieder futsch. Wir entschlossen uns deshalb, weiter Richtung Osten und ab morgen Richtung Norden zu fahren und versuchen unser Gl\u00fcck in einer anderen Garage weiter im Landesinneren in der Hoffnung, dass es dort weniger touristisch ist und eine Garage etwas fr\u00fcher Zeit f\u00fcr unsere in die Jahre gekommene Lady findet. Wir werden&#8217;s sehen&#8230; <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Monte Carvalhal da Rocha <sup>(10.-13.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Vielleicht werden die Strandfotos langsam ein wenig langweilig, aber die einsamen Str\u00e4nde, einer sch\u00f6ner als der andere, reihen sich hier im Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina aneinander. Man kann sich eigentlich seine private Bucht aussuchen und den Tag dort verbringen. Wir machten h\u00e4ufig einfach kleine Abstecher an die Str\u00e4nde und zogen dann weiter. In diesem Fall auf einen Camping bei Carvalhal, auf dem wir drei N\u00e4chte verbrachten, zwei Strandtage einlegten, uns erholten und die Zeit genossen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Die Hirsche, die man auf den Fotos sieht, sind leider nicht wild, wie wir es zuerst dachten und f\u00fcr das Foto mitten auf der Strasse anhielten. Nachdem der Typ an der Rezeption des Campings meinte, dass auch die Zebras und die B\u00fcffel wild seien, war uns dann klar, dass all diese Tiere aus einem Zoo stammen und sich hinter Z\u00e4unen befanden. Schade, und trotzdem begleitete uns der Hirsch die n\u00e4chsten Tage, da eh bei jedem vorbeifahrenden Auto kr\u00e4ftig r\u00f6hrte und ich mich total am\u00fcsierte.  <\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Reise weiter Richtung S\u00fcden sahen wir dann zum ersten Mal auch gr\u00f6ssere Teile abgebrannten Waldes, was doch ziemlich erschreckend aussieht. Sch\u00f6n hingegen zu sehen, dass aus den verbrannten Eukalyptusbaumst\u00e4mmen bereits wieder neue Triebe schiessen. Die Portugiesen pflanzen Eukalyptus leider seit Jahren in Monokulturen an und diese \u00f6lhaltigen B\u00e4ume brennen leider sehr schnell und stark. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tr\u00f3ia-Halbinsel <sup>(09.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Reiseplanung f\u00fcr diesen Montag war einigermassen sportlich. Am Morgen ging&#8217;s mit der F\u00e4hre von Set\u00fabal auf die Tr\u00f3ia-Halbinsel, ein langgezogener Sandstreifen im Meer, der noch ziemlich wild und Paradies f\u00fcr zahlreiche Vogel- und Pflanzenarten ist. Einen ersten Halt machten wir am Traumstrand von Comporta mit t\u00fcrkis blauem Wasser, feinem Sand und sehr wenigen Menschen. Der Hunger zog uns dann weiter nach Carrasqueria, ein kleines \u00d6rtchen, das nebst gutem Essen etwas Besonderes zu bieten hat: Die &#8222;Cais Palafitico&#8220;, ein kleiner, pittoresker Hafen mit Stegen auf fragilen Holzpf\u00e4hlen, die weit ins Brackwasser hineinragen. Einzigartig in Europa. Mich erinnerte es stark an die Fischerd\u00f6rfchen in Vietnam, die genau so, nur viel belebter aussahen. Gegessen haben wir \u00fcbrigens eine Spezialit\u00e4t aus der Region, die mir die freundliche Portugiesin bei den Grotten empfohlen hatte: Choco Frito, frittierter Sepia. Super lecker, wenn man gerne Meerestiere hat. F\u00fcr den Abend deckten wir uns bei einer Adega noch mit feinem Wein aus der Region Alentejo ein und steuerten anschliessend den n\u00e4chsten Strand an, an dem wir einen wundersch\u00f6nen Abend mit Sonnenuntergang und Blick aufs Meer verbrachten und mit Meeresrauschen einschliefen. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lisboa <sup>(06.-08.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Am Freitag kam Corinnes Flug nach angek\u00fcndigter Versp\u00e4tung dann doch \u00fcberp\u00fcnktlich an (ansonsten h\u00e4tte es fr\u00fcher News von mir gegeben). Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Camping in Lissabon, richteten uns ein wenig neu ein und nahmen schliesslich den Bus Richtung Lissabon, suchten uns ein nettes Restaurant und besuchten anschliessend ein super Konzert von &#8222;The National&#8220; im &#8222;Campo Pequeno&#8220; im nord\u00f6stlichen Teil von Lissabon. Todm\u00fcde kamen wir um ca. 2 Uhr morgens ins Bett, wollten aber am n\u00e4chsten Tag bei Zeiten wieder in der Stadt sein, um sie etwas gr\u00fcndlicher zu erkundigen. Nach einem Gespr\u00e4ch mit einer Portugiesin war ich gar nicht mehr so motiviert, Lissabon zu sehen, da sie meinte, dass die Stadt noch deutlich touristischer sei als Porto (und da hatte es mir wirklich zu viele Leute!). \u00dcberraschenderweise war das aber nicht so bzw. verteilten sich die Leute in Lisboa vielleicht besser. Mir hat die Stadt auf jeden Fall sehr gut gefallen, die Atmosph\u00e4re war entspannt und gem\u00fctlich. Zum Abschluss der Stadtbesichtigung setzten wir uns etwas ausserhalb der Tourizone in ein Lokal, in dem der Abend durch Fado-Musik begleitet wurde, was wirklich ausserordentlich sch\u00f6n war (das Essen hingegen war eine Katastrophe, Stockfisch zum Ap\u00e9ro und zum Hauptgang, ungesalzen und mit trockenen Kartoffeln serviert, das Dessert war ok).<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p>Vom folgenden Tag gibt es nicht viel zu berichten, wir verliessen Lissabon am Mittag und fuhren \u00fcber die Ponte 25 de Abril Richtung S\u00fcden auf einen Campingplatz, um die weitere Reise zu planen und die Zeit zu zweit zu geniessen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cabo da Roca <sup>(06.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen blieb noch genug Zeit, um ans &#8222;Cabo da Roca&#8220; zu fahren, dem westlichsten Punkt des europ\u00e4ischen Festlandes. Obwohl sehr touristisch, konnte ich diesen f\u00fcr mich doch irgendwie speziellen Ort recht geniessen. Der n\u00e4chste Halt nach dem \u00dcberqueren des Atlantiks w\u00e4re dann Amerika. F\u00fcr mich ging&#8217;s von hier aus aber weiter nach Lissabon, wo ich Corinne am Flughafen abholte, um dann den zweiten Teil der Reise durch den S\u00fcden zu beginnen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nazar\u00e9 <sup>(05.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Nacht verbrachte ich wieder an bzw. hinter einem Stand ganz in der N\u00e4he der Stadt Nazar\u00e9. Die Stadt bzw. die Str\u00e4nde um die Stadt sind vor allem bekannt f\u00fcr ihre Monsterwellen, die auch an diesem Abend z.T. zwischen drei bis vier Meter hoch waren. Etwas zu nah am Meer und zack, die Hosen waren klitschnass. F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag war eigentlich der Besuch des Fischmarktes in Nazar\u00e9 geplant. Die Ankunft verlief schon mal nicht gut, \u00fcberall Verbotsschilder zum Parkieren von Campern, daf\u00fcr einen Stellplatz, f\u00fcr den man satte f\u00fcnf Euro liegen lassen musste. Der untere Teil der Stadt, der am Meer liegt, war ziemlich touristisch und die immergleichen St\u00e4nde mit Souvenirs verzierten die Strassen. Der Fischmarkt war weit und breit nicht zu finden, die Markthalle geschlossen, obwohl anders angeschrieben. Ziemlich genervt machte ich mich auf zur\u00fcck zum Camper, die Lust an der Stadt ist mir irgendwie vergangen. Ich fuhr weiter zu einem kleinen See, ass gem\u00fctlich mein Mittagessen und fuhr dann eine Weile Richtung S\u00fcden. Lisboa is waiting&#8230;<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Batalha &amp; Grutas da Moeda <sup>(04.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach einer guten Nacht mit Meeresrauschen im Hintergrund besuchte ich am folgenden Tag zuerst das &#8222;Mosteiro de Santa Maria da Vit\u00f3ria&#8220;, kurz &#8222;Batalha&#8220; genannt. Kurz zur Geschichte: In der entscheidenden Schlacht (1385) f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit Portugals stand K\u00f6nig Jo\u00e3o I. einem \u00fcberlegenen spanischen Heer gegen\u00fcber. In seiner Not gelobte er der Heiligen Jungfrau, ihr f\u00fcr ihren Beistand ein Kloster zu stiften. Tats\u00e4chlich siegten die Portugiesen in der Schlacht (portugiesisch: Batalha) von Aljubarrota, und bereits drei Jahre sp\u00e4ter begannen die Bauarbeiten an diesem Meisterwerk der Kirchenbaukunst. Ein wirklich faszinierendes Geb\u00e4ude! <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p>Nun war es wieder Zeit f\u00fcr ein Wunder der Natur, also machte ich mich auf den Weg zu den Grutas (Grotten) da Moeda. Die unterirdische Welt konnte ich auf eigene Faust erkunden, Erkl\u00e4raudios begleiteten die Entdeckung. Die Kalksteinformationen wurden vor 168 Millionen Jahre durch Ablagerungen von Algen und Muscheln geformt, tropfendes Wasser bilden Stalaktiten (an der Decke) und Stalagmiten (am Boden). Diese &#8222;wachsen&#8220; ca. einen Zentimeter alle hundert Jahre. Der h\u00f6chste Stalagmit in den H\u00f6hlen war ca. 2.20 Meter hoch und somit ca. 22 Tausend Jahre alt. Der tiefste Punkt der Tropfsteinh\u00f6hlen befindet sich 45 Meter unter der Erdoberfl\u00e4che, ein wundersch\u00f6nes, farbenfrohes Naturspektakel. Zum Abrunden wurde mir ein kleines Gl\u00e4schen s\u00fcsser Wein offeriert, worauf ich ewig mit einer Portugiesin \u00fcber Kultur, Tourismus in Portugal, Weinanbau diskutiert habe und mit einer Handvoll tollen Tipps f\u00fcr sch\u00f6ne Orte weiterging.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aveiro<sup> (03.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor es von Porto aus in die n\u00e4chste Stadt ging, wollte ich unbedingt einen Abstecher in das D\u00fcnengebiet von S\u00e3o Jacinto machen. Ich brach also am Morgen auf und fuhr zu einem der sch\u00f6nen und sehr einsamen Str\u00e4nde, wo ich mein Fr\u00fchst\u00fcck genoss. Auf dem Weg wollte ich dann eigentlich noch das Konservendosenmuseum besuchen, die \u00d6ffnungszeiten in meinem Reisef\u00fchrer waren aber leider falsch, weshalb ich das auslassen musste. Eine weiteres St\u00fcck Autofahrt f\u00fchrte mich nach Aveiro, das als &#8222;Venedig Portugals&#8220; gilt. Ich konnte den Zusammenhang zwar feststellen, fand aber den Vergleich doch recht \u00fcbertrieben. Immer noch touristisch, aber zum Gl\u00fcck viel weniger als Porto, gefiel es mir in Aveiro recht gut. Ich schlenderte durch die Strassen und besuchte einige der vielen L\u00e4den mit handgemachten Sachen im portugiesischen Stil (der mir definitiv nicht immer gef\u00e4llt). Danach packte mich wieder der Hunger und ich besuchte ein Restaurant mit einem f\u00fcr die Region typischem Gericht, dem &#8222;Leit\u00e3o&#8220; (Spanferkel). Ich war froh, dass ich das Essen ganz ok fand, da ich das noch nie probiert hatte und mir ganz und gar nicht sicher war, ob ich das m\u00f6gen w\u00fcrde. Mit einem Gl\u00e4schen Weisswein dazu (die hier immer prall gef\u00fcllt sind), l\u00e4sst sich aber alles (sehr) gut schmecken. Danach habe ich in meinem Reisef\u00fchrer leider ein paar Seiten \u00fcbersrungen und einen viel zu s\u00fcdlichen Ort in meinem Navi eingegeben, was mich dann am Abend ziemlich aufregte, zumal der \u00dcbernachtungsplatz (zwar am Stand) nicht optimal war&#8230;<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Porto<sup> (01.-03.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Staunen \u00fcber die Felsmalereien nahm ich den schnellsten Weg nach Porto, installierte mich auf dem Camping, der eigentlich als &#8222;completo&#8220; angeschrieben war, aber irgendwie f\u00fcr jeden ankommenden Gast doch noch Platz hatte. Den Abend genoss ich am 300m entfernten Atlantik beim Abendessen inklusive Sonnenuntergang, was etwas Entschleunigung brachte, die ich dringend brauchte. Denn schon am kommenden Tag stand der Stadtbesuch von Porto auf dem Programm. Bereits am Morgen nahm ich den Bus in die Stadt und begann meine Tour bei der S\u00e9 do Porte (der Kathedrale von Porto), schlenderte ein wenig durchs historische Viertel, war v\u00f6llig \u00fcberfordert mit den massiven Touristenstr\u00f6men und suchte mir erstmals ein Caf\u00e9 zum Fr\u00fchst\u00fccken. H\u00e4tte ich diese Stadt nicht schon so lange mal besichtigen wollen, ich glaube, ich h\u00e4tte den n\u00e4chsten Bus zur\u00fcck genommen. Anstatt dessen versuchte ich, die Hauptgassen etwas zu vermeiden und entgegen der Touristenrouten zu laufen. Die Stadt w\u00e4re an sich richtig charmant und total herzig, aber davon ist an einem sch\u00f6nen Oktobertag leider nicht mehr viel \u00fcbrig geblieben. Einige sch\u00f6ne Eindr\u00fccke konnte ich trotzdem mitnehmen und um den Tag zu beenden, beging ich mich auf die andere Seite des Duoro, wo sich die zahlreichen Weinkeller (die eigentlich keine Keller sind) befinden. Dieses Mal mit vollem Magen und am Nachmittag machte ich eine kleine Weindegustation in einem Restaurant und ich muss langsam aufpassen, dass ich nicht auf noch zur Portwein-Liebhaberin werde, das Zeug schmeckt echt gut! Mit einem weiteren Fl\u00e4schchen im Rucksack nahm ich den total \u00fcberf\u00fcllten Bus zur\u00fcck Richtung Camping. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_8_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vale do C\u00f4a <sup> (01.10.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>In diesem Tal ist es durchschnittlich vier Grad w\u00e4rmer als in der umliegenden Gegend. Das erkl\u00e4rt auch, weshalb dort Pistazien und Mandeln ungeniert wachsen k\u00f6nnen (f\u00fcr die Mandeln sei es mittlerweile sogar zu heiss). Diese arme \u00e4ltere kanadische Dame unserer Gruppe, die von Fels zu Feld krakelte und schnaufte. F\u00fcr uns alle scheint es sich aber gelohnt zu haben, wir haben die Reise in die Geschichte der Menschheit mehr als genossen. Der Museumsbesuch am Vortag hat sich ausbezahlt, denn das Erkennen der Bilder ist ohne &#8222;geschultes Auge&#8220; definitiv nicht ganz ohne. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_9_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Favaios &amp; Pinh\u00e3o<sup> (30.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Nun stand ein Teil meiner Reise an, auf den ich mich bereits im Vorfeld sehr freute: Das Duoro-Tal. Meine Reise f\u00fchrte mich am Vormittag durch Rebberge, so weit das Auge reicht, Richtung Favaios. Einen ersten Halt machte ich bei der &#8222;Adega Cooperativa de Favaios&#8220;, einer Kooperative, die Trauben von den Weinbauern in der Umgebung erh\u00e4lt und diese weiterverarbeitet. Zum Teil zu dem in der Region typischen &#8222;Favaios&#8220;, den man vor allem zum Ap\u00e9ritivo trinkt (aber eigentlich immer trinken kann, wie ich gelernt habe) oder schliesslich zu Portwein. Von &#8222;Ana&#8220; wurde ich freundlich empfangen und bekam alles Wissenswerte \u00fcber die Herstellung und den Genuss des Favaios erkl\u00e4rt, inklusive Degustation. Das war etwas ungl\u00fccklich, denn dieser Lik\u00f6r hat 17% Alkoholgehalt und es war erst 11 Uhr am Morgen. Aber schliesslich wollte ich auch etwas kaufen und das nat\u00fcrlich nicht, ohne zu wissen, was. Die Gl\u00e4ser wurden reichlich gef\u00fcllt und ich begann widerwillig, die H\u00e4lfte stehen zu lassen. <br>Weiter ging es durch die Rebberge hinab bis nach Pinh\u00e3o, ein kleiner, aber f\u00fcr seinen Wein sehr bekannten Ort, entsprechend touristisch war er. Ich wollte mir eigentlich nur den Bahnhof anschauen, der die Geschichte des Weinbaus mittels &#8222;Azulejos&#8220; darstellte. Azulejos sind Keramikfliesen, oft bunt bemalt, welche die H\u00e4userfassaden verzieren oder eben Geschichten erz\u00e4hlen. <br>Das letzte Ziel dieses Tages war das Vale do C\u00f4a, indem man Wandmalereien entdecken konnte, die vor 14&#8217;000 bis 28&#8217;000 Jahren entstanden sind. Ich steuerte das Museum an, um eine Tour zu buchen (anders kann man die Felszeichnungen nicht besichtigen). Auf Englisch gab&#8217;s die n\u00e4chste Tour erst am kommenden Tag. Deshalb besuchte ich mal zur Einstimmung das Museum, das &#8211; naja &#8211; so mittelinteressant war. Spannend fand ich jedoch, dass die Malereien erst um 1990 entdeckt wurden. Damals wollte man jedoch einen grossen Staudamm bauen. Als die Arbeiten anfangs Neunziger begannen, gab es in Portugal einen riesigen Aufstand, angef\u00fchrt von Kindern und Jugendlichen. Dies, bevor die Parlamentswahlen anstanden und das Thema somit zum Politikum wurde. Die Wahlen gewann Ant\u00f3nio Guterres (heute bekannt als Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen), der direkt nach seiner Wahl den Bau des Damms stoppte und das Gebiet zum Nationalpark erkl\u00e4rte. Ein Gl\u00fcck f\u00fcr mich und all die anderen Touristen, die nun diese Kunst bewundern k\u00f6nnen. F\u00fcr den Tag hatte ich genug erlebt und suchte mir einen Camping so nah als m\u00f6glich beim Museum, damit ich am n\u00e4chsten Morgen f\u00fcr die Tour bereit war&#8230;<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_10_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fisgas do Ermelo <sup>(29.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Ich kurvte also mal wieder bergab und bergauf, bis ich schliesslich am gew\u00fcnschten Wanderparkplatz ankam, direkt vor den Fisgas do Ermelo, dem h\u00f6chsten Wasserfall Portugals. Irgendwo in meinem Reisef\u00fchrer hat sich offensichtlich ein Fehler eingeschlichen, denn dort steht, dass es der gr\u00f6sste Wasserfall von Portugal sei, was sich (siehe Bild) definitiv nicht erkennen l\u00e4sst. Das war aber nicht mein Hauptziel, sondern eine Badestelle mitten im Parque Natural do Alv\u00e3o. Aber zuerst ging&#8217;s mal gef\u00fchlt senkrecht hinauf und dann nat\u00fcrlich wieder fast senkrecht hinab, bis ich dort ankam. Die Strapazen hatten sich aber gelohnt, es war wundersch\u00f6n und ich mutterseelenallein. Naja, fast&#8230; Pl\u00f6tzlich tauchte eine junge Portugiesin auf, die mich (ausgerechnet!) nach dem Caminho fragte. Ich konnte ihr nur sagen, woher ich gekommen bin, dachte aber, dass es ein ziemlich ung\u00fcnstiger Ort ist, um sich zu verlaufen. Sie kroch dann irgendwo durchs Geb\u00fcsch den Berg hinauf und ich hoffe, sie hat ihr Auto irgendwann wieder gefunden&#8230; Ich genoss zwischenzeitlich die Ruhe und die Natur und auch die Wilddusche, die ich nach dem Aufstieg ziemlich n\u00f6tig hatte. M\u00fcde, aber gl\u00fccklich kehrte ich zur\u00fcck und suchte mir erneut einen ruhigen Ort zum \u00dcbernachten, ebenfalls ganz alleine irgendwo im Nirgendwo. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_11_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Braga <sup>(29.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Mittlerweile habe ich meinen Schlafrhythmus schon fast der Sonne angepasst, was praktisch ist, denn so l\u00e4sst sich einiges unter einen Hut bringen an einem Tag. Am Morgen losgefahren, machte ich meinen ersten Halt in Braga, der ehemaligen Hauptstadt von Portugal. Da sich die Parkplatzsuche in den St\u00e4dten als eher schwierig gestaltet, stellte ich den Bus frech auf den Lidl Parkplatz und erkundete von dort aus die Stadt, insbesondere den historischen Stadtkern mit Bibliothek und der S\u00e9 de Braga, einer Kathedrale, in der offenbar noch viele (vor allem \u00e4ltere Menschen) ihren Glauben praktizieren. Zum Mittagessen setzte ich mich in ein Caf\u00e9, \u00e4nderte meine Meinung aber wieder, als ich feststellte, dass die Preise f\u00fcr die Pl\u00e4tze draussen anders sind als jene f\u00fcr die G\u00e4ste, die drinnen sassen (geht mir einfach gegen den Strich so Zeugs!). Ich suchte mir also ein anderes nettes Caf\u00e9, wo ich gem\u00fctlich draussen sitzen, gut essen konnte und erst noch nett bedient wurde. Die Saison scheint noch nicht zu Ende zu sein, w\u00e4hrend meiner Pause liefen mind. drei gef\u00fchrte Gruppen an mir vorbei und so schnappte ich noch einiges Wissenswertes \u00fcber die Stadt auf. Noch durch ein paar Seitenstrassen geschlendert, beendete ich meinen Braga-Besuch danach bereits wieder, es zog mich zur\u00fcck in die Natur. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_12_placeholder\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Barragem do Alto Rabag\u00e3o, Vila da Ponte, Ponte da Misarela <sup>(28. &#8211; 29.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Am Donnerstag machte ich mich fr\u00fch auf den Weg, fuhr ungef\u00e4hr zwei Stunden, bis ich an meinem ersten Zeil ankam, dem Barragem do Alto Rabag\u00e3o, einem Stausee, dem man dies nicht angesehen h\u00e4tte. Dort genoss ich mein Mittagessen, g\u00f6nnte mir eine Abk\u00fchlung (und eine Dusche), bevor ich dann weiter Richtung Westen fuhr. Danach wollte ich einen Rundweg zu Fuss im Dorf Vila da Ponte machen, der \u00fcber eine R\u00f6merbr\u00fccke und an zahlreichen alten Getreidespeichern vorbeif\u00fchren sollte. Aber wie es mir schon oft passiert ist auf dieser Reise, konnte ich den Rundwanderweg nicht finden und merkte erst, dass ich mich vermutlich bereits mit meinem Gef\u00e4hrt darauf befand, als ich vor der R\u00f6merbr\u00fccke stand. Da war ich bereits in Schweiss gebadet, denn die Str\u00e4sschen waren so eng, dass man schon mit einem normalen Auto seine M\u00fche h\u00e4tte, durchzukommen. Ich stellte das Auto kurzerhand ab und lief einige Meter in alle Richtungen, beschloss dann aber, auf die Rundwanderung zu verzichten (den Weg hatte ich ja immer noch nicht gefunden und weiter herumkurven wollte ich nicht mehr). Immerhin, einen Eindruck hatte ich bekommen. Schliesslich war mein Hauptziel des Tages der Parque Nacional Peneda-Ger\u00eas, aber auch da fand ich bei Weitem nicht alles, was ich mir h\u00e4tte anschauen wollen. Den Weg zur Ponte da Misarela fand ich aber, eine weitere Steinbr\u00fccke aus der R\u00f6merzeit neben einem wundersch\u00f6nen Wasserfall und mit pers\u00f6nlicher Begr\u00fcssung einiger Ziegen. F\u00fcr einen Tag war ich dann genug gefahren und gelaufen und so suchte ich mir einen sch\u00f6nen Platz zum \u00dcbernachten direkt am Rio Cav\u00e1do. Bei wundersch\u00f6ner Stimmung liess ich den Abend gem\u00fctlich ausklingen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_13_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Parque Natural de Montesinho <sup>(26. &#8211; 28.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Am kommenden Tag erkundigte ich zu Fuss den Nationalpark Montesinho. Ein sch\u00f6ner Loop Trail f\u00fchrte mich durch die Landschaft, vorbei an einem See, wo ich dann bl\u00f6derweise die Abzweigung verpasste und auf dem Bikerweg landete, der noch ein grosses St\u00fcck l\u00e4nger war, als meine geplante Wanderung. Trotzdem war die Wanderung wundersch\u00f6n, zahlreiche Kleintiere begleiteten mich (auch die unerw\u00fcnschten Fliegen) vorbei an kleinen W\u00e4ldern, Kastanienb\u00e4umen und Abschnitten mit wunderbarer Weitsicht. <br>Ziemlich m\u00fcde kam ich auf dem Camping an, g\u00f6nnte mir somit ein kurzes Powernap, bevor ich meine weitere Reise zu planen begann. Irgendwann bemerkte ich, dass ich wohl zu detailversessen plante, da ich f\u00fcr meine Vorhaben schlicht viel zu wenig Zeit h\u00e4tte.  Ich beschloss deshalb, es von Tag zu Tag anzugehen und zu sehen, wie weit ich komme. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_14_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bragan\u00e7a <sup>(26.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Am Dienstagmorgen f\u00fchrte mein Weg direkt in die ausserhalb der Stadt Bragan\u00e7a gelegene Garage. Damit die Verst\u00e4ndigung klappen w\u00fcrde, habe ich am Vorabend nochmals die wichtigsten Autovokabeln auf Englisch einstudiert, um dann am n\u00e4chsten Tag festzustellen, dass niemand Englisch konnte. Die Verst\u00e4ndigung klappte mehr schlecht als recht, aber schliesslich war klar, dass der Bus in der Garage bleibt &#8211; f\u00fcr mind. ein bis zwei Tage. Der Alternator war der \u00dcbelt\u00e4ter. F\u00fcr alle, die so viel von Autos verstehen wie ich: das ist das Teil, das dem Auto Strom verleiht. Ohne Alternator l\u00e4uft die Stromversorgung \u00fcber die Batterie, welche nicht mehr geladen wird und so kommt es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter (in meinem Fall sp\u00e4ter, hatte ich so bereit 1500km hinter mich gebracht) zum Erliegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ziemlich ern\u00fcchtert war ich von nun an zu Fuss unterwegs und schlug den Weg Richtung Stadt ein. Nach knapp einer Stunde Fussmarsch g\u00f6nnte ich mir einen \u00fcberzuckerten Kaffee und ein Toast (?) mit Butter &#8211; Es w\u00e4re einfacher, g\u00e4be es ab und zu eine Speisekarte, damit ich nicht immer nur das bestellen m\u00fcsste, was ich beim &#8222;Vorsagen&#8220; verstehe. Ich erkundigte die Stadt, Zeit hatte ich ja genug, und machte paar kleinere Eink\u00e4ufe. Mitunter einen Halt in der Apotheke, da die Erk\u00e4ltung, die ich vor den Ferien aufgelesen hatte, immer schlimmer wurde und mein Energiepegel ziemlich tief war. S\u00e4mtliche Museen waren leider geschlossen, ausser das Milit\u00e4rmuseum, das mich herzlich wenig interessierte. Daf\u00fcr schaute ich mir die Stadtburg genauer an, unterhalb derer ich am Vorabend geschlafen hatte. Ein Hotel war zwischenzeitlich auch gebucht. Nach dem Check-in legte ich mich zuerst eine Weile hin (naja, die Erk\u00e4ltung gleicht mittlerweile eher einer Grippe). Als ich dann ein nettes Restaurant f\u00fcr den Abend rausgesucht hatte, bekam ich bereits die Nachricht von der Garage, dass das Auto abholbereit sei! Was f\u00fcr gute Neuigkeiten! Und der k\u00fcrzeste Hotelbesuch in meinem Leben. Nach zwei Stunden mit langem Nap und einer ausgiebigen Dusche checkte ich bereits wieder aus. Der R\u00e9ceptionist, der seinen ersten Arbeitstag hatte, war leicht verwirrt. Dieses Mal mit dem Bus ans Stadtende gefahren, wurde ich bereits erwartet. So freundliche Menschen! So herzlich! Der Inhaber meinte, zwei Tage auf einer Reise k\u00f6nnten schon lang sein und so h\u00e4tten sie den Alternator geflickt, anstatt auf einen neuen zu warten (was erst noch viel teurer gewesen w\u00e4re). Mit einer wundersch\u00f6nen Begegnung im Herzen tuckerte ich noch am selben Abend durch eine wundersch\u00f6ne Abendstimmung Richtung Westen auf den Parque Biologico de Vinhais. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_15_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reise &amp; Ankunft&#8230; <sup>(23. &#8211; 25.09.)<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<p>Finally! Nach einigen Aufregungen, die halt zum Reisen dazu geh\u00f6ren, bin ich nun heute jubelnd \u00fcber die portugiesische Grenze gefahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Los ging&#8217;s am Samstagmorgen fr\u00fch, denn leider musste ich am Freitag, als ich eigentlich losfahren wollte, nochmals (alle guten Dinge sind drei) den Anlasser des Autos ersetzen. Wenigstens konnte ich alles noch bereit machen, um am Samstag durch ganz Frankreich zu fahren. Kein Verkehr, herrliches Wetter, gute Laune. So erreichte ich am Samstagabend mein anvisiertes Ziel: Arg\u00e8les-sur-mer nahe der spanischen Grenze. Am Eingangstor des Campingplatzes traf mich allerdings fast der Schlag, als ich die f\u00fcnf Sterne auf der Willkommenstafel sah. Bevor ich mich zur R\u00e9ception beging, studierte ich die Preise bei der Tafel und schluckte drei Mal leer. Dann kam es mir wieder in den Sinn, dass wir diesen Camping bei der letzten Reise wegen der Preise ausgeschlossen hatten, aber ich hatte ihn trotzdem als Favorit markiert, weil die Bilder so sch\u00f6n aussahen (how naiv can one be!). 69 Euro war der Preis f\u00fcr einen Spot mit Meersicht f\u00fcr 2 Personen!! (Hat es da noch einen Whirlpool auf dem Platz??) Es gab zum Gl\u00fcck auch noch billigere. Da ich nach acht Stunden Fahrt zu m\u00fcde war, um weiter zu suchen, fragte ich trotzdem mal nach einem Platz. &#8222;Wir sind voll&#8220;, hiess es dann und als ich schon wieder davon trottete, rief mir der Platzherr hinterher, nahm mich mit auf seinem Elektrowagen und fuhr mit mir durch den ganzen Camping, bis er schliesslich anhielt und meinte, dass ich hier noch \u00fcbernachten k\u00f6nnte. Nehme ich! Egal, Hauptsache schlafen (nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr 69 Euro!). Am Abend machte ich dann noch einen kurzen Abstecher ans Meer, da ich das f\u00fcr mehrere Tage nicht mehr sehen sollte. Irgendwie war ich froh, als ich am n\u00e4chsten Tag weiterfahren konnte, denn solche Campingpl\u00e4tze sind definitiv nichts f\u00fcr mich. Viel zu perfekt, viel zu viel, von allem! <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_16_placeholder\n\n\n\n<p>Die Platzwahl wollte ich am Sonntag besser machen und suchte mir einen herzigen Campingplatz Mitten in Spanien raus. Nach ca. sechs Stunden Fahrt erreichte ich den Platz, etwa 100km nach Zaragoza bei einer Bruthitze. Die Fahrt hingegen war wundersch\u00f6n, die Weite, die Landschaft, die rote Erde. Da schl\u00e4gt mein Herz h\u00f6her. Auf dem Camping angekommen, begr\u00fcsste mich der Patron sehr freundlich, nur die Verst\u00e4ndigung war eher schwierig, da ich erst jetzt merkte, dass die wenigen Fetzen Spanisch, die ich mal konnte, allesamt vergessen waren. Ich konnte mich nicht mal mehr ans Wort Cerveza erinnern (und das soll was heissen!). Nach dem Einrichten suchte ich das kleine Restaurant auf, wurde gleich von meinen Tischnachbarn angesprochen, mit denen ich schliesslich zwei Stunden \u00fcber Gott und die Welt sprach (en fran\u00e7ais!). Eigentlich h\u00e4tte ich meine Weiterfahrt planen wollen&#8230; Das tat ich dann sp\u00e4ter und legte mein n\u00e4chstes Ziel fest: Portugal. Entweder Milh\u00e3o oder Bragan\u00e7a. Wieder f\u00fchrte mich mein Weg durch unbeschreibliche Landschaften, zum Teil v\u00f6llig ausgetrocknet, dann wieder reich an Leben, pl\u00f6tzlich eine Stadt im Niegendwo. Milh\u00e3o sollte es schliesslich nicht sein, obwohl ein sch\u00f6ner Ort mit k\u00fcnstlichen Wasserbecken an einem Bach, hatte es viel zu viele Insekten. Also steuerte ich den Stellplatz bei Bragan\u00e7a an (ich habe schon so viel Geld f\u00fcr Diesel ausgegeben, das ich mich entschloss, die Gratisvariante zu nehmen). Zu meinem Erstaunen war alles schon sehr voll, also schnappte ich mir den fast letzten Platz auf der untersten Terrasse des mehrst\u00f6ckigen Stellplatzes und richtete alles ein. Als ich bereit war, mein wohlverdientes k\u00fchles Bier zu \u00f6ffnen (ich war wieder ca. acht Stunden unterwegs) kam eine Franz\u00f6sin, die meinte, dass man da nicht mehr parkieren d\u00fcrfe, da m\u00fcssten Autos durchfahren und die Polizei k\u00f6nne kommen. Also alles wieder einpacken und eine Terrasse weiter nach oben, neben die Franzosen, die mir netterweise geholfen haben zu man\u00f6vrieren. Nun sitze ich aber da, schaue auf eine gr\u00fcne Landschaft und geniesse den restlichen Abend. Morgen werde ich mir ein sch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen suchen, wo ich etwas entspannen kann. Zuerst werde ich aber nochmals einen Umweg in die Garage machen. Die Batterielampe leuchtet rot. Es bleibt spannend. Danach hoffe ich, dass die richtige Portugalreise losgehen kann&#8230; Keep you posted!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_17_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Figueria &amp; Torrinha (13.-16.10) Auf dem Weg zu unserem n\u00e4chsten \u00dcbernachtungsort in Figueria besuchten wir eine weitere Bucht, um das Fr\u00fchst\u00fcck zu geniessen, dem &#8222;Praia do Vale dos Homens&#8220;, wieder wundersch\u00f6n, wieder einsam. 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