20. November – 3. Dezember 2017

Um fünf Uhr morgens sind wir am 20. November in Manila gelandet und wurden von Tatjana’s Onkel, Felix, und seiner Frau, Myrna, am Flughafen erwartet. Ich war froh, mussten wir uns dieses Mal nicht selbst um die Transportmöglichkeiten kümmern, hatte ich während dem Flug kein Auge zugetan und war fast 24h auf den Beinen. Die Fahrt hatte es in sich. Mindestens eine Stunde dauerte schon nur die Irrfahrt durch Manila, bis wir die Stadtgrenze erreichten. Nach zwei weiteren Stunden und einem Kaffeestopp kamen wir dann im Haus von Felix und Myrna an, was für die nächsten zwei Wochen mein Zuhause sein sollte. Das Ziel war klar: Zwei Wochen entspannen und die Wärme nochmals richtig geniessen, bevor es dann nach Hause geht. Viel mehr haben wir tatsächlich auch nicht gemacht. Die Tage, die wir mit Schwimmen, Billardspielen, Essen, Trinken und Spielen verbrachten, vergingen wir im Fluge. Ein paar Ausflüge machten wir trotzdem, damit wir noch etwas von der Umgebung und den Philippinen zu Gesicht bekamen.


26. – 28. November 2017 – Baguio und Banaue

Ursprünglich wollten wir bereits einen Tag früher abfahren, konnten dies aber wegen einem Sturm und heftigen Regenfällen nicht realisieren. Zum Glück ist uns auch noch ein Fehler bei den Hotelbuchungen unterlaufen, sodass wir die Route dann einfach in die entgegengesetzte Richtung gefahren sind, was dann auch unserer Buchung entsprach. Zuerst ging es nach Baguio, ein mittelgrosses Städtchen nordwestlich von Angeles, wo wir stationiert waren. Nach dem Hotel Check-in erkundeten wir die Stadt, liefen durch einen Park inklusive Rosengarten (obwohl der in Bern schöner ist), weiter vorbei an einem Teich, indem unzählige Tretboote und andere kleine Boote in herzigen Sujets herumkurvten. Nach einer kurzen Kaffeepause, besichtigten wir eine Kirche, in der gerade einen Gottesdienst stattfand und deshalb völlig überfüllt war (ja, hier gehen die Leute offensichtlich noch zur Kirche!). Nachdem Myrna ein paar Pflanzen gekauft hatte (das gehört sozusagen zum Standardprogramm), schlenderten wir durch einen Markt. Von Erdbeeren, geflochtenen Körben bis hin zu getrockneten Fischen und Kleidern hätte man wirklich alles kaufen können. Bevor es dann ins Apéro ging, besuchten wir noch einen chinesischen Tempel in der Nähe unseres Hotels. Die Kinder und Jugendlichen waren fleissig am Üben, wie man einen Drachen in der Luft schwingt oder Tänze aufführt. Interessant war, dass in dem Tempel die fünf Weltreligionen mittels Statuen vertreten waren, der Tempel sozusagen allen Gläubigen, egal welcher Religion, offen steht. Nach dem Apéro und Nachtessen im Hotel, welches äusserst dürftig war, liessen wir den Abend mit einem Glas Rotwein und ein paar Runden UNO ausklingen. Am nächsten Morgen ging es bei Zeiten weiter Richtung Banaue, wo wir Reisterrassen anschauen wollten. Die Fahrt dauerte ungefähr sieben Stunden, obwohl es nicht einmal 300km waren, aber die Strassen waren schmal, extrem kurvig und führten über einige Berge. Kurz bevor wir die Terrassen erreichten, zog ein dicker Nebel auf, worauf wir befürchteten, dass wir von den Reisterrassen nicht viel zusehen bekämen. Als wir unser Ziel aber erreichten, lockerte sich der Nebel und die Landschaft präsentierte sich in einmaligen Farben. Nach einem kurzen Abstecher im Hotel besuchten wir auch in Banaue einen Markt, auf dem Myrna tonnenweise Gemüse einkaufen wollte. Ich genoss es natürlich sehr, auf einem lokalen Markt mit einer Person, die die Sprache spricht einzukaufen und die verschiedenen Gemüsearten endlich auch mal „antöpeln“ zu können ;-). Nach dem Apéro in einem französischen Bistro ging’s zurück in das Gasthaus, welches sehr herzig oberhalb von Bananenbäumen und Reisterrassen gelegen war. Wegen der Fahrt waren alle ziemlich erschöpft und zögerten nicht lange, nach dem Nachtessen gleich das Bett aufzusuchen. Felix und ich fanden den Balkon und die angefangene Flasche Wein aber zu verlockend und blieben noch etwas auf. Am nächsten Tag war bereits die Rückfahrt geplant und wir machten uns früh auf die Socken. Nach acht Stunden Reise erreichten wir schliesslich Angeles. 


1. Dezember 2017 – Angeles

Das Haus von Myrna und Felix ist eigentlich in der Gemeinde Porac, liegt aber deutlich näher an der Stadt Angeles, wo jeden Freitag einen Markt stattfindet. Myrna nahm Tatjana und mich mit und führte uns durch die Stadt. Wir besichtigten zwei Kirchen und schlenderten durch den Markt. Der war so vollgestopft mit Leuten, dass man sich kaum einen Weg durch die schmalen Gässchen bahnen konnte. Ich genoss die Atmosphäre trotzdem und vor allem das schöne Wetter, das die letzten Tage etwas zu wünschen übrig liess.